Bettina Böttinger
| Wolke Hegenbarth
war am 15 März 2002 Gast in der von Bettina Böttinger moderierten Talkshow "B.trifft". |
Bettina Böttinger (* 4. Juli 1956 in Düsseldorf) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin.
Biografie
Bettina Böttinger ist die Tochter einer Sekretärin und eines Filmkaufmannes und wuchs als Einzelkind bei ihrer Mutter auf, besuchte eine Volksschule in Düsseldorf, eine "Zwergschule" im Oberbergischen Land und das Düsseldorfer Goethe-Gymnasium. 1975 bestand sie ihr Abitur. Danach studierte sie Germanistik und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, mit dem Berufsziel, Lehrerin zu werden. Während des Studiums arbeitete sie für die "Bonner Rundschau" ("Lokales" und "Feuilleton"). Nach ihrem ersten Staatsexamen war sie ein Jahr lang für diese Regionalzeitung tätig, da sie nun Journalistin werden wollte.
Im Frühjahr 1985 kam Bettina Böttinger zum WDR. Sie arbeitete für die "Aktuelle Stunde" und das Regionalbüro Bonn, von dem sie im November 1985 als Redakteurin übernommen wurde. Ihre erste Radioreportage beschäftigte sich mit einer 72-jährigen Kanufahrerin aus Erpel, ihr erster Fernsehbeitrag mit einem kleinen Wildschwein aus der Eifel. Ab 1986 moderierte sie das Hörfunkmagazin "Zwischen Rhein und Weser" und von 1986 bis 1991 das "WDR-Folk-Festival". 1987 wechselte sie als Redakteurin der Hörfunksendung "Echo West" ins Landesstudio Dortmund. Ab 1988 führte sie regelmäßig durch die Fernsehsendung "Hier und Heute", die sich mit Themen aus Nordrhein-Westfalen befaßt. 1989 stieg sie zur Leiterin des WDR-Regionalbüros Bonn und im Juli 1991 zur Redaktionsgruppenleiterin "Hier und Heute" auf (bis Mai 1993).
Ab Dezember 1991 präsentierte Bettina Böttinger die Medienshow "Parlazzo". Mit dieser monatlichen WDR-Livesendung, die prominente Gäste, Streitgespräche und Musik bot, kam die Rundfunkjournalistin zur Fernsehunterhaltung. Im Dezember 1995 übergab sie ihre Gastgeberrolle in "Parlazzo" an die Journalistin Sabine Brandi. Am 17. September 1993 moderierte Böttinger erstmals "B.trifft", "die etwas andere Talkshow", bei der zu jeder Sendung zwei Gäste eingeladen wurden, die vorab nicht wußten, wen sie zu einem gemeinsamen Gesprächsthema treffen würden. Im November 1994 und im Januar 1996 wurde sie mit ihrer erfolgreichen Freitagabendshow für den "Adolf-Grimme-Preis" nominiert. 1994 gründete Bettina Böttinger die Produktionsfirma "Encanto GmbH", mit der sie nicht nur "B.trifft" herausbringt, sondern auch die Tierdokusoaps "Ein Heim für alle Felle" (2000), "Ein Doc für alle Felle" (2001) und "Pinguin, Löwe & Co." (seit 2006) sowie zusammen mit dem Tierpsychologen Martin Rütter die Hundesendungen "Eine Couch für alle Felle" (2003) und "Ein Team für alle Felle" (seit 2005). Am 11. Juni 2004 wurde die letzte Folge von "B.trifft" ausgestrahlt. Vom 9. Oktober 2004 bis zum 30. Dezember 2005 moderierte sie das von ihr selbst produzierte Talkshow-Format "Böttinger" und seit dem 3. März 2006 zusammen mit Achim Winter den "Kölner Treff" aus der "Vulkanhalle" im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Die Traditionstalkshow des WDR wurde am 25. Januar 1976 erstmals gesendet und bis 1980 von Alfred Biolek geleitet. Seit dem 14. Januar 2007 führt sie im zweiwöchentlichen Wechsel mit Randi Crott und Holger Noltze durch die Sonntagsausgabe des TV-Magazins "west.art".
Familie
Bettina Böttinger lebt mit ihrer Lebensgefährtin in der Eifel. Sie engagiert sich u. a. für die AIDS-Hilfe, seit 1996 für das "Mädchenhaus Köln" und seit 1994 für die Frauenrechtsorganisation "medica mondiale". Seit 2002 reiste sie für diesen Verein, der sich um traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten kümmert, mehrfach nach Afghanistan. Böttinger läuft Marathon und machte 1999 die C-Lizenz für die Formel 3.