Freundinnen & andere Monster
| Wolke Hegenbarth
spielt die 15-jährige Katja. |
Der Jugendfilm Freundinnen & andere Monster ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahre 1998.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung
Einleitung
Die 15-jährige Katja (gespielt von Wolke Hegenbarth) zieht vom Land in die Stadt Essen. An ihrer neuen Schule ist eine angesagte Mädchen-Gang, zu der Katja dazugehören möchte. Doch diese lehnen das "Landei" ab.
Hauptteil
1. Sequenz
Als die Clique Schwierigkeiten mit einem Polizisten hat, kann Kaja die Mädels retten. Und so wird sie zur Probe in die "Fun-Gang" aufgenommen. Doch an die endgültige Aufnahme ist noch eine Bedingung geknüpft. Nur Mädchen, die keine Jungfrau mehr sind, dürfen Mitglied der Gang sein. Katja hat 30 Tage Zeit, diese Bedingung zu erfüllen.
2. Sequenz
Kaja beginnt, sich mit verschiedenen Jungs aus ihrer neuen Schule zu treffen. Doch mit keinem der Jungs gelingt es ihr, ihre Unschuld zu verlieren, da sie merkt, daß Liebe auf Kommando nicht funktioniert. Da aber auch die "Fun-Gang" Katja nicht als Mitglied verlieren will, wollen sie ihr helfen. Sie heuern für 100,-- DM Marc an. Doch Marc verliebt sich tatsächlich in Katja, und deshalb gibt er der Gang das Geld zurück.
3. Sequenz
Annika, die ebenfalls Mitglied der "Fun-Gang" ist, ist auch in Marc verliebt. Sie hatte schon mehrfach vergeblich versucht, bei Marc zu landen. Deswegen ist sie auf Katja eifersüchtig und erzählt ihr von dem Deal der "Fun-Gang" mit Marc. Als Katja dies erfährt, ist sie außer sich vor Wut und macht mit Marc Schluß, und auch mit der Mädchen-Gang will sie nichts mehr zu tun haben. Neben ihrem Liebeskummer macht sich Katja auch Sorgen um ihr Pferd, das sie auf dem Lande zurücklassen mußte. Aus Kummer will das Pferd nicht mehr fressen. Deswegen sucht Katja einen Stall in der Nähe der Stadt. Doch die Kosten dafür sind zu hoch für sie.
4. Sequenz
Die "Fun-Gang" streitet sich währenddessen, wer Katja etwas über den Deal verraten hat. Dies führt letztlich zur Auflösung der Gruppe. Annika erkennt schließlich ihren Fehler. Sie erzählt Marc alles über Katjas Sorgen. Dieser besorgt daraufhin einen Stall für Katjas Pferd, und so versöhnen sie sich schließlich miteinander, und Katja verliert ihre Unschuld.
Schluss
Auch die "Fun-Gang" kommt wieder zusammen. Schließlich taucht die Frage auf, ob die Jungfrauen-Regel immer noch gilt. So kommt heraus, daß fast alle der Mädchen tatsächlich noch Jungfrau sind.
Analyse
Aufbau
Der Komödie spielt mit Elementen aus Teenie-Sex-Klamauk-Filmen. Scheinbar scheint es in der ersten Hälfte des Films, bis zum dramatischen Höhenpunkt, nur um "das" Thema zu gehen. Erst als sich die Hauptperson Katja am Ende der zweiten Sequenz auf ihrem emotinoalen Tiefpunkt befindet, nachdem sie sich von ihren Freundinnen und ihrem Freund verraten vorkommt, ändert sich das Bild und die Personen werden differenziert beleuchtet.
Personen
Katja ist ein 15-jähriges aufgewecktes Mädchen. Den Wechsel aus ihrer gewohnten Lebensumgebung bewältigt sie sehr schnell und paßt sich ihrer neuen Umgebung an. Gruppendynamik ist ihr wichtig, daher ordnet sie sich den Regeln ihrer neuen Freundinnen unter, auch wenn ihr nicht ganz wohl dabei ist, auf Kommando ihre Unschuld verlieren zu müssen.
Sie macht schließlich einen Reifeprozess durch und erkennt, daß Liebe mehr als Sex ist. Und auch im Umgang mit ihren Freundinnen wird sie selbstsicherer und lernt ihren Standpunkt zu vertreten.
Die Mädchen der "Fun-Gang" treten als einzelne Individuen kaum in Erscheinung. Sie bilden die Gruppendynamik, die klare Regeln von den Mitgliedern fordert. Den Jugendlichen gibt die Gruppe Halt auf ihrem Weg, sich zu erwachsenen Individuen zu entwickeln. Und so lernt die Gruppe eine der schwersten Lektionen: den Mut zur Ehrlichkeit.
Zusatzinformationen
Als Gaststar spielt Franco "Salvatore" Campana eine Nebenrolle als italienischer Eisverkäufer Antonio. Dabei zeigt er der "Fun-Gang" einige Hütchenspiele. Franco Campana wurde als "Salvatore" in den 80er-Jahren mit eben diesen Hütchenspielen im Werbeprogramm von RTL bekannt.
Kritiken
- "Das pubertierende Mädchen, das mit seiner Mutter vom eigenen Pferd weg in die Großstadt zieht - das klingt doch nach den ZDF-Weihnachsserien, die wir so geliebt haben. Vom Niveau her bewegt sich das ganze auch auf keiner anderen Ebene (will es aber wohl auch nicht), wenngleich sich die Autoren hier einer erfrischend natürlichen Alltagssprache bedienen." (moviemaster.de)
- "Aber es ist recht erbarmungswürdig, was die 34jährige Kölnerin mit "Lindenstraßen"-Erfahrung präsentiert. Und einmal mehr beweist sich, wie weit viele deutsche Produktionen von internationalem Niveau entfernt sind." (AP 7/1998)
- "Für Kritiker eher eine Nullnummer, weil er mit ästhetischen Mitteln geizt, künstlerisch nicht viel hergibt – sieht man einmal von den paar weich und rosa gefilterten Flashbacks ab." (filmportal.de)