KI.KA
KI.KA (eigentliche Bedeutung: Kinder-Kanal) ist der Name eines öffentlich-rechtlichen Fernsehkanals für Kinder von ARD und ZDF.
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Geschichte und Senderprofil
Unter dem Namen Der Kinderkanal von ARD/ZDF ging der Sender am 1. Januar 1997 auf Sendung. Seit dem 1. Mai 2000 trägt er den Namen KI.KA. Der Kinderkanal, der seinen Sitz in Erfurt hat, ist ein Gemeinschaftsprogramm von ARD und ZDF, die je zur Hälfte daran beteiligt sind. Er steht unter Federführung des MDR. Der KI.KA ist als Spartenprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werbefrei und bietet ein zielgruppenorientiertes Vollprogramm für 3- bis 13-jährige Zuschauer. Trick- und Realprogramme werden neben Serien und Spielfilmen, Magazinen und Informationsprogrammen ausgestrahlt.
Am 1. Januar 2003 wurde der Sendeschluss von 19:00 Uhr auf 21:00 Uhr verschoben. Der Rundfunkstaatsvertrag sieht derzeit vor, dass der KI.KA in der Zeit zwischen 6:00 Uhr und 21:00 Uhr sendet.
Programmentwicklung
Anfangszeit
In den Anfangsjahren des Senders bestand das Programm hauptsächlich aus Serien und Sendungen, die bereits in den Programmen der ARD und im ZDF zu sehen waren. Magazinsendungen wie "Tabaluga tivi", "Löwenzahn" und die "Sendung mit der Maus" wurden neben ihren bisherigen Sendeplätzen zusätzlich im KI.KA ausgestrahlt. Sowohl deutsche als auch internationale Serien befanden sich im Programm des KI.KA. Dazu gehörten Trickfilmklassiker der 1970er- und 1980er-Jahre (etwa "Heidi", "Biene Maja" oder "Wickie und die starken Männer") sowie Realserien (etwa "Neues vom Süderhof" oder "Ocean Girl"). Auch Klassiker des Kinderfernsehens wie die Astrid-Lindgren-Verfilmungen oder die "Augsburger Puppenkiste" hatten ihren regelmäßigen Platz im Programm.
Nach und nach gab es auch immer mehr Erstausstrahlungen verschiedener Sendungen im KI.KA. Dazu gehörten beispielsweise die Serien "Schloss Einstein", "The Tribe" oder die "Teletubbies".
Entwicklung der letzten Jahre
Seit einigen Jahren sind deutliche Veränderungen des Programms erkennbar. Obwohl es von Anfang an eines der Ziele des Kinderkanals war, sowohl Real- als auch Trickserien zu zeigen, beträgt der Anteil an Trickserien mittlerweile bis zu 85 % des Gesamtprogramms. Die meisten Serien werden nach ihrem Ende wiederholt, teilweise auch mehrmals hintereinander. Viele Serien werden mittlerweile, wie bei einigen Privatsendern, in Doppelfolgen gesendet. Der Unterschied zwischen Werktags- und Wochenendprogramm verschwindet immer mehr, da viele Serien täglich gesendet werden. Manche Serien wie "Hier ist Ian", "Pet Alien" oder "Au Schwarte!" sind so fast ständig im Programm.
Die "Augsburger Puppenkiste", die lange Zeit ihren festen Programmplatz am Samstag- und Sonntagmorgen hatte, ist seit 2003 nicht mehr im KI.KA zu sehen. Auch viele ältere Serien werden mittlerweile nicht mehr ausgestrahlt. Teilweise liegt es daran, daß ARD oder ZDF nicht mehr im Besitz der entsprechenden Ausstrahlungsrechte sind (etwa bei "Ocean Girl", "The Tribe" oder "Spellbinder"). Viele Serien, vor allem ältere, sind aber trotz nach wie vor vorhandener Rechte nur im ZDF oder den Dritten Programmen zu sehen (etwa "Pippi Langstrumpf", "Es war einmal…").
Neben zahlreichen Zeichentrickserien ist die Soapserie "Schloss Einstein" fast die einzige fiktionale Realserie im Tagesprogramm des KI.KA. Daneben wird eine weitere Realserien am Nachmittag gezeigt sowie eine Realserie im Abendprogramm ausgestrahlt. Zwei Kinderrealfilme (freitags und sonntags) laufen weiterhin im KI.KA, doch auch zu diesem Ausstrahlungszeitpunkt werden häufiger Zeichentrickfilme gezeigt.
Vergleich mit Privatfernsehen
In privaten Konkurrenzprogrammen fand eine ähnliche Entwicklung bereits viele Jahre früher statt. So zeigte RTL 2 bereits von Anfang an fast ausschließlich Zeichentrickserien, während es bei Super RTL samstags einen Kinderfilm gab und Nickelodeon bereits nachmittags Realserien wie beispielsweise "Clarissa" zeigte. Die Kinderfilme sind aus dem Programm von Super RTL fast gänzlich verschwunden, auch Nickelodeon zeigt nur noch wenige Realserien im Abendprogramm.