Nibelungenfestspiele
| Wolke Hegenbarth war am 01. August 2008 Premierengast |
Die Nibelungenfestspiele in Worms sind ein Theaterfestival, das seit seiner Wiederbegründung 2002 alljährlich im August im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz stattfindet. Aufführungsort ist eine Freiluftbühne direkt vor dem Wormser Dom.
Geschichte
Während des Dritten Reichs 1937 begründet, stand auf dem Spielplan der Nibelungenfestspiele ausschließlich Hebbels dreiteiliges Drama "Die Nibelungen" von 1861. Die Festspiele wurden nach kurzer Unterbrechung Mitte der 1940er-Jahre noch bis 1956 fortgeführt.
Erst im Jahr 2002 gab es die erste Neuinszenierung der Nibelungenfestspiele, um Worms wieder als Festspielstadt zu etablieren. Theater- und Filmgrößen, allen voran Dieter Wedel, Mario Adorf und Maria Schrader, wurden engagiert, um bundesweit Aufsehen zu erregen, was auch gelang. In der Fassung von Moritz Rinke fanden am Südportal des Wormser Domes dann die ersten Festspiele statt. Die Aufführungen sind seit der Premiere fast ausnahmslos ausverkauft. Eine Aufnahme der Generalprobe war im Fernsehen zu sehen.
Kritik gab es allerdings auch: Kurz nach der ersten Saison häuften sich die Meldungen über die enormen Kosten, die für die Stadt anfallen. Zum Beispiel wurden damals die lebensgroßen Eispferde 2002 mit ihrem enormen Kühlaufwand und Instandsetzungskosten gerügt. Daraufhin wurden Konsequenzen gezogen und versucht, die Kosten niedrig zu halten und so den Fortbestand der Spiele gewährleisten zu können.