Semperoper
Die Semperoper in Dresden ist das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden, die als Hof- und Staatsoper Sachsens eine lange geschichtliche Tradition hat. Klangkörper der Staatsoper ist die traditionsreiche Sächsische Staatskapelle Dresden.
Geschichte
Die heutige Semperoper wurde von 1977 bis 1985 wieder aufgebaut, nachdem der Vorgängerbau im Zweiten Weltkrieg dem Luftangriff auf Dresden zum Opfer fiel. Die Semperoper hatte jedoch noch einen dritten Vorgängerbau, der von 1838 bis 1841 als königliches Hoftheater errichtet wurde. Der Bau fiel allerdings schon am 21. September 1869 einem Brand zum Opfer. Nach dem Brand wurde eine mit einfachen Konstruktionsmitteln errichtete Spielstätte als Interimstheater hinter den Ruinen des alten Theaters gebaut. Im Volksmund erhielt diese Spielstätte, die Ende 1869 eröffnet wurde, den Beinamen "Bretterbude".
Von 1871 bis 1878 wurde anstelle des abgebrannten Theaters ein neuer Theaterbau errichtet, der über eine prachtvolle Innenausstattung verfügte. Der Bau wurde von Gottfried Semper entworfen. Das Theater wurde in der Nacht des 13. Februar durch den Luftangriff auf Dresden zerstört.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bereiteten 1946 bis 1955 Sicherungsarbeiten sowie konzeptionelle Studien 1968 bis 1976 den Wiederaufbau vor. Am 24. Juni 1977 erfolgte die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau. Hierbei wurde einerseits der Zuschauerraum erweitert, andererseits wurden im Bühnenbereich die Wände nach außen versetzt, um dem gestiegenen Platzbedarf des modernen Opernbetriebes gerecht zu werden. Ansonsten wurde das Gebäude Sempers Plänen entsprechend wiederaufgebaut. Anlässlich des 40. Jahrestages der Zerstörung konnte die Semperoper am 13. Februar 1985 symbolisch wiedereröffnet werden
Im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Dresden fand am 13. Januar 2006 der erste Dresdner Opernball seit 1939 statt.