Sylvester Groth
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Sylvester Groth (* 1958 in Jerichow) ist ein deutscher Schauspieler und ausgebildeter Tenor, der auch als Sprecher für Hörbücher arbeitet.
Groth studierte Schauspiel und Gesang an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. Es folgten Engagements in ostdeutschen Städten wie Schwerin, Dresden und Berlin, wo er als Gastdarsteller am Deutschen Theater und von 1986 bis 1989 an der Schaubühne wirkte. Weitere Stationen nach der Wende waren z. B. das Residenztheater, die Münchner Kammerspiele, das Berliner Ensemble, das Wiener Burgtheater sowie die Salzburger Festspiele.
Neben einer umfangreichen Theaterkarriere spielte er auch in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er in Frank Beyers DEFA-Streifen "Der Aufenthalt" von 1982/83, der Verfilmung einer Erzählung von Hermann Kant, wo er die Hauptrolle spielte und dafür 1984 auf dem 3. Nationalen Spielfilmfestival der DDR den Nachwuchsdarstellerpreis erhält. Im Film "Der Schimmelreiter" nach Theodor Storm aus dem Jahr 1984 glänzt er ein weiteres mal in einer Titelrolle. 1984/85 arbeitet Groth für den Westen Deutschlands, z. B. in Johannes Schaafs "Momo" nach Michael Ende. 1992 spielt er die Rolle des "Otto" im Kriegsdrama "Stalingrad" und jüngst in der Rolle des Joseph Goebbels in Dani Levys "Mein Führer", wofür er am 22. Mai 2007 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mit dem Kritikerpreis für Film ausgezeichnet wurde.
Auszeichnungen
- Für seine Rolle als Stasiagent in Romeo wurde er 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet
- Deutscher Kritikerpreis 2007 für die Darstellung des Joseph Goebbels in "Mein Führer"