Wiener Walzer
Der Wiener Walzer ist ein Standardtanz im 3/4-Takt, der bei 58 bis 60 Takten pro Minute getanzt wird. Er ist auf Turnieren der dritte getanzte Standardtanz. Der Wiener Walzer soll Beschwingtheit ausdrücken.
Entstehung und Geschichte
Der Wiener Walzer ist aus vor allem im Alpenraum beheimateten Volkstänzen entstanden. Wegen seiner Ungezügeltheit, aber auch seiner Unzüchtigkeit, schließlich berührte sich das Paar während des Tanzes ständig, war er zunächst verpönt. Am preußischen Hof wurde er 1794 verboten. 1814/15 feierte er auf dem Wiener Kongreß Triumphe und erlangte offizielle Akzeptanz.
Charakteristik
Charakteristisch für den Wiener Walzer sind seine ständigen Drehbewegungen, die mit Schwung getanzt werden. Dazu kommen Neigungen der Tanzpaare. Ein Grundschritt besteht aus sechs Schritten, er umfaßt also über zwei volle Takte. Der Wiener Walzer kann auch im 6/8-Takt getanzt werden, dann umfaßt der Grundschritt einen Takt. Mit 60 Takten pro Minute ist der Wiener Walzer doppelt so schnell wie der Langsame Walzer.